Digitalisierung umfasst nicht nur unser Serviceportal und digitale Akten. Auch der Empfang und Versand von Post wird nicht mehr nur in der analogen Welt durchgeführt. Deswegen benötigen wir digitale Postfächer. Neben den „normalen“ Postfächern, mit denen wir täglich arbeiten, gibt es auch spezielle Postfächer: beispielsweise De-Mail oder auch das besondere elektronische Behördenpostfach, kurz beBPo. Was ist also ein beBPo? Und warum haben wir ein beBPo?

Was ist ein beBPo?

Das besondere elektronische Behördenpostfach bietet einen sicheren Kommunikationsweg zwischen Gerichten und Verwaltungen. Anders als unsere „normalen“ Postfächer ist hier die Sicherheitsstufe höher. So können Akten sicher ausgetauscht werden. Dazu müssen sich die Verwaltungen und Gerichte in einem sicheren Verzeichnis registrieren, dieses dient als Adressbuch. Nur wer im Adressbuch gelistet ist, kann eine Nachricht aus dem beBPo erhalten. In dem Verzeichnis stehen auch Rechtsanwälte und Notare. Die Nachricht selbst wird verschlüsselt gesendet, sodass sie nur der ausgewählte Empfänger entschlüsseln kann. Zusätzlich, als dritte Stufe, ist die Anmeldung an dem Postfach gesichert. Bürger können nicht mit dem beBPo kommunizieren

Warum haben wir ein beBPo?

Seit dem 1.1.2022 besteht eine Pflicht, ausschließlich elektronisch mit den Gerichten zu kommunizieren. Dafür wird ein sicherer Übermittlungsweg vorgeschrieben. Sichere Übermittlungswege sind beispielsweise DE-Mail oder ein beBPo. Der Unterschied zwischen DE-Mail und dem beBPo besteht unter anderem in der Möglichkeit, ein elektronisches Empfangsbekenntnis abzugeben, dass dem Gericht direkt zugestellt wird. Zusätzlich ist durch die hohen Sicherheitsanforderungen des beBPo keine weitere qualifizierte elektronische Signatur notwendig. Mit diese Funktionalitäten erleichtert das beBPo den elektronischen Austausch von Dokumenten mit den Gerichten und ist dadurch der bevorzugte Kanal. Momentan wird das Postfach durch das Vorzimmer des Bürgermeisters bedient. Empfangsbekenntnisse für eingehende Dokumente werden dort direkt erstellt und die Nachrichten intern an die zuständige Stelle weitergeleitet. Ausgehende Post wird wieder an das Vorzimmer zurückgesendet und von dort an den externen Empfänger versendet.