Klimawandel und Klimakrisen sind längst Realität: extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hochwasser und Hitzetage nehmen zu und stellen Städte, Gemeinden und Landkreise vor große Herausforderungen. Kommunen stehen vor der doppelten Aufgabe, einerseits Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen und sich andererseits an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es belastbare Daten, geeignete Werkzeuge und eine strategische Herangehensweise. Genau hier setzt das Angebot der regio iT an.
Software und Beratung aus einer Hand
Mit der Klimamanagement-Plattform ClimateView bietet die regio iT Kommunen eine Software-as-a-Service-Lösung, mit der sich Klimaschutzaktivitäten systematisch planen, steuern und transparent darstellen lassen. Die Software bündelt klimarelevante Daten auf einer zentralen Plattform und unterstützt dabei, Treibhausgasemissionen zu analysieren, Maßnahmen zu priorisieren und Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität sichtbar zu machen.
Die gesamte Treibhausgasbilanz einer Kommune kann in ClimateView abgebildet werden. Dabei werden etablierte Standards wie BISKO (Bilanzierungssystematik Kommunal) oder der internationale GPC-Standard berücksichtigt, wodurch Emissionen vergleichbar und Entwicklungen nachvollziehbar werden. Auf dieser Grundlage lassen sich unterschiedliche Szenarien modellieren und die Auswirkungen geplanter Maßnahmen simulieren.
„Ziel ist es, aus der Makroperspektive alle treibhausgasrelevanten Daten einer Stadt, unter anderem aus den Bereichen Energie, Mobilität und Gebäude, zu erfassen, sinnvoll auszuwerten und für das kommunale Klimaschutzmanagement nutzbar zu machen“, erklärt Nadine Ortwig, Produkt- und Projektmanagerin für Nachhaltigkeit bei der regio iT.
Um Kommunen einen möglichst schnellen Einstieg in das digitale Klimamanagement zu ermöglichen, ist ClimateView mit einer flexiblen Angebotsstruktur verfügbar. Die einzelnen Module können bedarfsgerecht ausgewählt und kombiniert werden. Dadurch profitieren Kommunen von einem attraktiven Einstiegspreis und einer Lösung, die sich individuell an Anforderungen anpassen lässt.
Ergänzt wird die Software durch ein starkes Partnernetzwerk: Die Fachberatungshäuser Gertec GmbH und Drees & Sommer SE stehen Kommunen mit umfassenden Beratungsleistungen zur Seite – von der Entwicklung organisatorischer Strukturen über die Erstellung und Fortschreibung von Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten bis hin zum Aufbau eines systematischen Wirkungsmonitorings.

Aus der Praxis: ClimateView bei der Stadt Aachen
Seit Anfang dieses Jahres setzt die Aachener Stadtverwaltung auf ClimateView, um ihre Klimaschutzaktivitäten sowie die Entwicklung der gesamtstädtischen Treibhausgasemissionen sichtbar zu machen. Zukünftig sollen jedoch nicht nur der Ist-Zustand im Tool abgebildet werden, sondern auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Es gilt, mit Hilfe von ClimateView ein ambitioniertes, aber zugleich realistisches Szenario zur Erreichung des Klimaneutralitätsziels abzubilden.
In diesen Prozess soll auch die Expertise von Akteur*innen außerhalb der Stadtverwaltung einfließen. In Aachen sind viele relevante Akteure bereits im Klima- und Energiebeirat (KEB) der Stadt Aachen organisiert und beschäftigen sich in der kommenden Novembersitzung mit den Szenarien für Aachen. Der KEB ist ein hochrangiges, interdisziplinäres Beratungsgremium auf Fachexpertenebene aus Forschung, Verwaltung und Wirtschaft. Im Rahmen eines kollaborativen Workshops gilt es, abzuwägen, welche Transformationen in den Bereichen Energie und Gebäude zusätzlich zu den bereits angestoßenen Veränderungen denkbar sind, um die Emissionen weiter stark zu reduzieren. ClimateView bietet als Plattform die Möglichkeit Auswirkungen möglicher Handlungsoptionen und Wechselwirkungen in Echtzeit zu modellieren. Veränderungen im Energiemix, deren Einfluss auf die Emissionsentwicklung sowie bestehende Zielerreichungslücken können unmittelbar analysiert und bewertet werden.
„Nur wenn eine Kommune weiß, wie viele Treibhausgase auf dem Stadtgebiet anfallen, wo die größten Emissionsquellen liegen und welche Maßnahmen mit den verfügbaren Mitteln realisierbar sind, lassen sich Klimaneutralitätsziele realistisch bewerten und Ressourcen gezielt einsetzen“, betont Nadine Ortwig.
Der im KEB erarbeitete Reduktionspfad soll als Ausgangspunkt für politische Diskussionen und Entscheidungsfindung dienen. Die regio iT begleitet den Klima- und Energiebeirat in diesem Projekt bei der Konzeption, Umsetzung und Moderation, und setzt ClimateView als Diskussions- und Arbeitsgrundlage ein.
Gemeinsam den Weg zur Klimaneutralität gestalten
Das Beispiel der Stadt Aachen verdeutlicht, wie sich belastbare Daten und digitale Werkzeuge für ein strategisches Klimamanagement nutzen lassen.
„Klimaschutz wird dann erfolgreich, wenn Daten, Strategie, Zusammenarbeit und Maßnahmen zusammenkommen. Mit ClimateView schaffen wir die Grundlage dafür, dass Kommunen fundierte Entscheidungen treffen und ihre Klimaziele transparent und nachvollziehbar verfolgen können“, sagt Nadine Ortwig.
Mit ClimateView sowie den ergänzenden Beratungsleistungen der regio iT erhalten Städte, Gemeinden und Landkreise Werkzeuge und Unterstützung, um Klimaschutz strategisch zu steuern, Fortschritte messbar zu machen und Entscheidungen auf Basis belastbarer Daten zu treffen.







