Offenheit und Transparenz

Bereits im Jahr 2016 haben das Land NRW, die kommunalen Spitzenverbände und der KDN-Dachverband den Open-Government-Pakt.NRW vereinbart, denn: Offenheit und Transparenz spielen bei der Verwaltungsdigitalisierung in NRW eine wesentliche Rolle, um die digitale Souveränität zu festigen. Die Umsetzung des Open-Government-Pakt.NRW wird durch den Arbeitskreis Open Government realisiert. Hier beteiligt sich der KDN ebenfalls beratend an dem vom IT-Kooperationsrat gegründeten Arbeitskreis, der die Umsetzung gemeinsamer Vorhaben der Landesregierung, der Kommunen und der Zivilgesellschaft des Paktes sicherstellt und dazu konkrete Lösungen ausarbeitet.

Portale wie das Open.NRW-Portal stellen strukturierte und maschinenlesbare Daten bereit – für Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Mit dem neu eingeführten § 16a im E-Government-Gesetz NRW werden die Landesbehörden seit Juli 2020 dazu verpflichtet, ihre Daten nach der Erhebung in maschinenlesbaren Formaten zur öffentlichen Verwendung zur Verfügung zu stellen. Dies betrifft Daten, bei denen einer Veröffentlichung keine anderen Regelungen entgegen-stehen. Ziel ist, die Transparenz des Verwaltungshandelns zu steigern und das wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial offener Daten auszubauen.

 

 

Open Source in Kommunen

In der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes kann Open Source in Kombination mit offenen Standards dazu beitragen, entwickelte Online-Lösungen nachzunutzen. Auch kommunale Anwendungsfälle werden als Praxisbeispiele angeführt. So etwa die Open-Source-Software DKAN, die vom Amt für Informationsverarbeitung der Stadt Köln betrieben und für das städtische Open-Data-Portal genutzt wird. Die Software wird Kommunen in NRW über den KDN zur Verfügung gestellt und ist über die ProVitako auch im gesamten Bundesgebiet nutzbar. Ein Anwenderkreis fördert regelmäßig den interkommunalen Austausch. 

Der KDN engagiert sich seit Herbst 2020 außerdem auch in der Bundesinitiative »Ein Ort für öffentlichen Code«, deren Ziel es ist, die Rahmenbedingungen sowohl für die Bereitstellung als auch für die Nutzung von Open Source zu verbessern sowie das öffentliche Bewusstsein dafür zu stärken.

Beteiligungsportal NRW

Mängel melden oder sich an Verfahren zur Bauleitplanung beteiligen? Das wird mit dem Beteiligungsportal NRW für Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen in Zukunft einfach online möglich sein. Dabei wurde das Portal im Sinne des Einer-für-Alle-Gedankens aus Sachsen übernommen. Die Projektkoordination liegt beim Open-Government-Referat des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW (MWIDE), die technischen Umsetzungspartner sind IT.NRW und die kdvz Rhein-Erft-Rur

 

Im Rahmen von Open.NRW wird das Portal Kommunen und Landesbehörden zunächst kostenlos zur Verfügung gestellt. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen Sachsen und NRW findet eine stetige Weiterentwicklung des Portals statt. Das landesweite Roll-out ist ab dem Frühjahr geplant. Die Vorteile des Portals sprechen für sich: Transparentere Verfahren für Bürger:innen und einfachere und schnellere Bearbeitungen durch Sachbearbeiter:innen in den Kommunen und Landesbehörden. 

Mehr erfahren

Hier können Sie den Open Government Pakt für NRW einsehen.


Open Government als Schlüssel zu digitaler Souveränität

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Open Source in Kommunen: Ein Baustein für mehr Digitale Souveränität

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